Strafverteidiger Berlin | Allgemeines Strafrecht

Wenn man von allgemeinem Strafrecht spricht, meint man in der Regel all diejenigen Straftatbestände, die sich im Strafgesetzbuch (StGB) finden. Das ist ein überaus breites Spektrum, das vom einfachen Ladendiebstahl bis hin zu Mord und Totschlag reicht. Das StGB enthält Strafvorschriften für so unterschiedliche Delikte wie Körperverletzung, Urkundenfälschung, Computerbetrug, Freiheitsberaubung oder Brandstiftung und deckt damit einen Großteil der tatsächlich vorkommenden Kriminalität ab.

 

„Allgemein“ bedeutet dabei keineswegs trivial. Das müssen häufig Rechtsanwälte feststellen, die zwar überwiegend außerhalb des Strafrechts tätig sind, sich aber hin und wieder an die Verteidigung allgemeiner Strafsachen wagen. Die (naive) Vorstellung, das könne ja nicht so schwer sein, rührt meist daher, dass jeder Jurist die allermeisten Delikte des Strafgesetzbuches im Rahmen des Jurastudiums kennengelernt hat. Was diesen Kollegen dagegen völlig fehlt, ist das prozessuale und forensische Handwerkszeug, dem für die Praxis der Strafverteidigung entscheidende Bedeutung zukommt.

 

Wer nie einen Richter bremsen musste, der gern schnellen Prozess in einer vermeintlichen „Bagatellsache“ gemacht hätte, nie einen Haftbefehl angegriffen oder einen Sachverständigen für DNA-Spuren befragt hat, stellt schnell fest, dass dies alles andere als ein Kinderspiel ist. Wir als erfahrene und spezialisierte Strafverteidiger sind uns bewusst, dass es den „einfachen Fall“ in der Realität fast nie gibt. Diese Einsicht schulden wir unseren Mandanten, für die das eigene Strafverfahren stets das schwierigste überhaupt ist.

haug_allgemeines_strafrecht_freispruch.jpg


 

  • Unbedingt vom Schweigerecht Gebrauch machen. Eine Äußerung gegenüber der Polizei ist schädlich. Daher: Keine Aussage tätigen – insbesondere auch keine „harmlosen“ Gespräche mit den Polizisten.

 

  • Verweigern Sie eine Atemalkoholkontrolle sowie Urin- oder Drogentests. Sie sind dazu nicht verpflichtet. Stimmen Sie der Entnahme der Blutprobe nicht zu.

 

  • Ihren Verteidiger sofort telefonisch informieren. Bei Festnahme auf Anruf beim Anwalt bestehen! Lassen Sie sich nicht davon beirren, dass die Polizei es nicht gerne hat, wenn Sie mit ihrem Anwalt telefonieren. Nach §§ 136 Abs. 1 Satz 3, 137 StPO haben Sie aber das Recht dazu!

 

  • Niemals ohne Anwalt zu einer Vernehmung oder erkennungsdienstlichen Behandlung gehen. Die Polizei hat den Auftrag gegen Sie zu ermitteln, sodass Sie ohne Beistand nur unter Druck geraten. 

 


 

  • Sofortiger Anruf beim Verteidiger.

  • Alle beschlagnahmten Gegenstände müssen ins Protokoll.

  • Nichts unterschreiben!

  • Lieber die Gegenstände herausgeben, bevor noch Zufallsfunde (Waffen, Schwarzgeld, etc.) gemacht werden.

  • Ruhe bewahren – nicht die Beamten beleidigen, angreifen oder verletzen.

  • Immer daran denken, dass jedes Telefon abgehört werden kann.

Richtiger Umgang mit Polizei und Justiz

Bei Durchsuchungen: